100 Naturwunder, die man vor dem Tod gesehen haben sollte
Eine kuratierte Liste der außergewöhnlichsten Naturlandschaften, Phänomene und Wildnisziele der Erde – von uralten Gletschern bis zu biolumineszierenden Buchten, von Vulkankratern bis zu Kathedralenwäldern.
Stationen der Reise
- 1
Eine Meile tiefe Schlucht, vom Colorado River über 5–6 Millionen Jahre gegraben, die in ihren geschichteten Wänden 2 Milliarden Jahre geologische Erdgeschichte freilegt. Kein Foto bereitet auf die Dimension vor.
📍 Arizona, Vereinigte Staaten
- 2
Die Nordlichter sind oberhalb des Polarkreises im Norden Norwegens am zuverlässigsten zu sehen. Tromsø liegt im Polarlichtoval und bietet von Oktober bis März verlässliche wolkenfreie Zeitfenster.
📍 Tromsø, Norwegen
- 3
Der größte Wasserfall der Welt nach kombinierter Breite und Höhe – 1.708 Meter breit und 108 Meter hoch. Der Kololo-Name ist Mosi-oa-Tunya: „Der Rauch, der donnert“. Die Gischt ist aus 50 km Entfernung zu sehen.
📍 Livingstone, Sambia
- 4
Der größte tropische Regenwald der Welt, der 5,5 Millionen km² bedeckt und 10 % aller Arten der Erde enthält. Eine Bootsreise auf dem Amazonas – wo das Wasser schwarz wird und rosa Delfine auftauchen – ist unersetzlich.
📍 Manaus, Brasilien
- 5
Das größte Korallenriffsystem der Welt – 2.300 km lang, vom Weltraum aus sichtbar. Es umfasst 3.000 einzelne Riffsysteme, 900 Inseln und 1.500 Fischarten. Akut bedroht durch Korallenbleiche infolge der Meereserwärmung.
📍 Queensland, Australien
- 6
1,5 Millionen Gnus, 500.000 Zebras und 200.000 Gazellen ziehen über 1.200 km auf der Suche nach vom Regen gespeistem Gras. Die Mara-Flussüberquerungen (Juli–Oktober), bei denen Krokodile warten, sind das dramatischste Tierspektakel der Erde.
📍 Serengeti, Tansania
- 7
Die Trekkingtour zum Südbasislager (5.364 m) durch das Khumbu-Tal ist eine Reise durch buddhistische Klöster, Sherpa-Dörfer und Gletscher unter dem höchsten Gipfel der Welt. Ein Gipfelversuch ist nicht nötig.
📍 Distrikt Solukhumbu, Nepal
- 8
Das vulkanische Archipel, in dem Darwin seine Evolutionstheorie entwickelte. Die Tiere zeigen keine Furcht vor Menschen – Meerechsen, Blaufußtölpel, Riesenschildkröten und Seelöwen kommen auf Armeslänge heran.
📍 Provinz Galápagos, Ecuador
- 9
Ein System aus 275 Wasserfällen, das sich über 2,7 km an der Grenze zwischen Argentinien und Brasilien erstreckt. Eleanor Roosevelt soll beim ersten Anblick „Armes Niagara“ gesagt haben. Der Teufelsschlund – ein U-förmiger 82-Meter-Absturz – ist das Herzstück.
📍 Puerto Iguazú, Argentinien
- 10
Drei Granittürme, die 2.850 m über der patagonischen Steppe aufragen, umgeben von türkisfarbenen Seen, Gletschern, Kondoren und Pumas. Der W-Trek ist eine der großen Mehrtageswanderungen der Welt.
📍 Region Magallanes, Chile
- 11
Die drittgrößte heiße Quelle der Welt (113 m breit) zeigt ein lebhaftes Farbspektrum durch wärmeangepasste Bakterien – tiefblaues Zentrum, das an den kühleren Rändern in Grün, Gelb und Orange übergeht. Sie sieht aus wie ein Gemälde.
📍 Wyoming, Vereinigte Staaten
- 12
Tausende Quarzit-Sandstein-Säulen, die aus nebelerfüllten Tälern in der Provinz Hunan aufragen – die Inspiration für die schwebenden Berge in Avatar. Der gläserne Skywalk entlang einer 1.400 Meter hohen Klippe steigert den Schwindel.
📍 Hunan, China
- 13
Die größte Salzwüste der Welt – 10.582 km² auf 3.656 m Höhe in Bolivien. Nach Regen erzeugt ein dünner Wasserfilm einen perfekten Spiegel von Himmel und Wolken. Das größte Lithiumvorkommen der Erde liegt darunter.
📍 Departamento Potosí, Bolivien
- 14
Fast 2.000 Kalkstein-Karstinseln und -Inselchen, die aus dem Golf von Tonkin aufragen, mit versteckten Stränden, Höhlensystemen und schwimmenden Fischerdörfern. Eine Übernachtungskreuzfahrt im Morgengrauen, bevor die Tourboote eintreffen, ist magisch.
📍 Provinz Quảng Ninh, Vietnam
- 15
Ein Schlitzcanyon, von Sturzfluten in Navajo-Sandstein bei Page, Arizona, ausgewaschen. Lichtstrahlen fallen mittags in die engen Gänge und erhellen wirbelnde orangefarbene und violette Wände, vom Wasser glatt geschliffen.
📍 Arizona, Vereinigte Staaten
- 16
Ein 15 km langer, von Gletschern gegrabener Fjord, aus dessen Wasser der Mitre Peak 1.692 m senkrecht aufragt. Rudyard Kipling nannte ihn das achte Weltwunder. Wasserfälle stürzen auf allen Seiten direkt ins Meer.
📍 Southland, Neuseeland
- 17
Unterirdische Kalksteinhöhlen, beleuchtet von Tausenden Arachnocampa-luminosa-Glühwürmchen – einer Art, die nur in Neuseeland vorkommt. Eine stille Bootsfahrt unter der leuchtenden Decke fühlt sich an wie Schweben unter einem Sternenfeld.
📍 Waikato, Neuseeland
- 18
Eine Küstenwüste aus strahlend weißen Sanddünen, die sich 70 km erstreckt und von Januar bis Juni mit Tausenden kristallklaren blauen und grünen Lagunen geflutet wird. Keine Kakteen, keine Fata Morganas – nur Wasser im Sand.
📍 Maranhão, Brasilien
- 19
Sechzehn terrassenförmige Travertinseen, durch Wasserfälle verbunden, im Karsthochland Kroatiens, deren Wasserfarben je nach Licht, Mineralien und Jahreszeit von Azur über Grün zu Grau wechseln.
📍 Gespanschaft Lika-Senj, Kroatien
- 20
Kaskadierende weiße Terrassen aus Kalziumkarbonat, über Jahrtausende von Thermalquellen abgelagert – ein natürlicher weißer Hang mit warmen türkisfarbenen Becken. Die römische Kurstadt Hierapolis liegt darüber.
📍 Denizli, Türkei
- 21
Eine weite Sandstein- und Granitwüste im Süden Jordaniens mit monolithischen Klippen, Bögen und rostfarbenen Canyons. Lawrence von Arabien lagerte hier; die NASA trainiert in diesem Gelände Astronauten für Marsmissionen.
📍 Gouvernement Akaba, Jordanien
- 22
Einer der am kontinuierlichsten aktiven Vulkane der Erde, auf Hawaiis Big Island. Lavaströme erreichen den Ozean, erzeugen Dampfwolken und bauen neues Land auf – der einzige Ort der Erde, an dem man einem Kontinent beim Entstehen zusehen kann.
📍 Hawaii, Vereinigte Staaten
- 23
Die Mosquito Bay auf der Insel Vieques, Puerto Rico, hat die weltweit höchste Konzentration biolumineszenter Dinoflagellaten (Pyrodinium bahamense) – eine Kajakfahrt hindurch hinterlässt eine Spur kalten blauen Feuers.
📍 Vieques, Puerto Rico
- 24
Das größte Binnendelta der Welt – eine jährliche Flut von einer Million Quadratkilometern, die die Kalahari in ein Labyrinth aus Lagunen, Schilfgürteln und Inseln verwandelt, reich an Elefanten, Flusspferden und Wildhunden.
📍 Nordwest-Distrikt, Botsuana
- 25
Der tiefste (1.642 m) und älteste (25 Millionen Jahre) See der Welt, der 20 % allen ungefrorenen Süßwassers an der Erdoberfläche enthält. Im Winter gefriert er zu einer Straße aus transparentem Eis, über die man kilometerweit gehen kann.
📍 Sibirien, Russland
- 26
Ein 30 km langer, vorrückender Gletscher in Patagonien, dessen 60 Meter hohe Eiswand periodisch einen See aufstaut und dann spektakulär bricht. Einer der wenigen Gletscher der Welt, die nicht schrumpfen.
📍 Provinz Santa Cruz, Argentinien
- 27
Die älteste Wüste der Welt (55 Millionen Jahre) an Afrikas Atlantikküste. Düne 45 und Big Daddy ragen über 300 Meter auf – sie im Morgengrauen zu besteigen, mit dem orangefarbenen Licht und den schwarzschattigen Akazien darunter, ist überwältigend.
📍 Region Hardap, Namibia
- 28
Marmorformationen, von dem steigenden türkisfarbenen Gletscherwasser des Lago General Carrera zu Höhlen, Kathedralen und Säulen aus gebändertem grauem und weißem Marmor geglättet und verwirbelt. Nur mit einem kleinen Boot erreichbar.
📍 Region Aysén, Chile
- 29
Der höchste ununterbrochene Wasserfall der Welt (979 m, freier Fall 807 m), der vom Tafelberg Auyán-tepui in Venezuela herabstürzt. Der Sprühnebel ist noch aus 2 km Entfernung zu spüren; Wolken verbergen häufig den Gipfel.
📍 Bundesstaat Bolívar, Venezuela
- 30
Japans heiliger Vulkan und höchster Gipfel (3.776 m), als Heimat der Götter verehrt. Der Kraterrand im Morgengrauen – nach einem nächtlichen Aufstieg – bietet beim Sonnenaufgang einen Blick auf das umgebende Wolkenmeer (Goraikō).
📍 Shizuoka/Yamanashi, Japan
- 31
Ein 348 Meter hoher Sandsteinmonolith im australischen Outback, den Anangu seit mindestens 22.000 Jahren heilig. Bei Sonnenuntergang glüht er in einem Spektrum aus Rot, Orange und Violett – und scheint dann das letzte Licht zu absorbieren.
📍 Northern Territory, Australien
- 32
Ein Gebirge aus senkrechten, hellen Kalksteingipfeln in Nordostitalien, die bei Sonnenauf- und -untergang rosa und orange glühen (Enrosadira). Die Fernwanderwege der Alta Via führen durch einige der dramatischsten Berglandschaften Europas.
📍 Südtirol, Italien
- 33
Der größte Mangrovenwald der Welt, der sich über Indien und Bangladesch erstreckt, ist der einzige wilde Lebensraum, in dem Bengalische Tiger zwischen Inseln schwimmen. Bootssafaris durch Gezeitenkanäle sind der einzige Weg hinein.
📍 Westbengalen, Indien
- 34
Der tiefste Punkt der Erdoberfläche (430 m unter dem Meeresspiegel) mit 34 % Salzgehalt – zehnmal salziger als der Ozean. Der Auftrieb lässt einen treiben, ohne zu schwimmen; der mineralreiche schwarze Schlamm wird am Ufer als Spa-Behandlung aufgetragen.
📍 Jordantal, Jordanien
- 35
Ein Tal in Sichuan, China, mit über 100 Seen in unmöglichen Farben – Türkis, Smaragd, Kobalt –, gespeist von Mineralquellen und von Schneegipfeln umringt. Der Fünf-Blumen-See zeigt durch das klare Wasser versunkene uralte Baumstämme.
📍 Sichuan, China
- 36
Das größte tropische Feuchtgebiet der Welt (150.000 km²), das sich über Brasilien, Bolivien und Paraguay erstreckt. Jaguarsichtungen sind entlang des Rio Cuiabá häufig – das Pantanal hat eine höhere Konzentration als der Amazonas.
📍 Mato Grosso do Sul, Brasilien
- 37
Eine vulkanische Landschaft aus Tuffkegeln, von der Erosion geformt und zu Wohnungen, Kirchen und ganzen unterirdischen Städten ausgehöhlt. Heißluftballons im Morgengrauen – über 100 gleichzeitig in der Luft – erzeugen die surrealste Skyline der Welt.
📍 Nevşehir, Türkei
- 38
Als „Galápagos des Indischen Ozeans“ bezeichnet, war Sokotra lange genug isoliert, um 307 endemische Pflanzenarten hervorzubringen. Der Drachenblutbaum – schirmförmig mit rotem Saft – wächst nirgendwo sonst auf der Erde.
📍 Sokotra, Jemen
- 39
Nordamerikas höchster Gipfel (6.190 m), der sich gewaltige 5.500 m von seiner Basis erhebt – ein größerer vertikaler Anstieg als der Everest vom Basislager. Der Denali-Nationalpark ist eines der letzten großen Wildnisgebiete der Welt.
📍 Alaska, Vereinigte Staaten
- 40
Die geflutete Caldera eines aktiven Vulkans in der Antarktis, in der man an geothermisch beheizten schwarzen Vulkansandstränden baden kann – während Eisberge vorbeitreiben und Pinguine zuschauen. Per Expeditionskreuzfahrt erreichbar.
📍 Südliche Shetlandinseln, Antarktis
- 41
Ein kaugummirosa See auf Middle Island in Westaustralien, durch einen schmalen Dünenstreifen vom Südpolarmeer getrennt. Die Farbe – verursacht durch halophile Bakterien und Algen – ist dauerhaft und aus der Luft sichtbar.
📍 Westaustralien, Australien
- 42
Eine wirbelnde Sandsteinformation im Gebiet Coyote Buttes North des Paria Canyon. Der Zugang erfordert eine Lotterie-Genehmigung (nur 64 Personen pro Tag) und eine 10 km lange Wanderung ohne markierten Pfad – jeden Schritt wert.
📍 Arizona, Vereinigte Staaten
- 43
Der norwegische Arktisarchipel beherbergt mehr Eisbären als Menschen. Die Mitternachtssonne im Sommer bedeutet 24 Stunden Tageslicht von April bis August. Gletscherkalbungen, Walrosse und Polarfüchse sind leicht zu sehen.
📍 Spitzbergen, Norwegen
- 44
Regenbogenfarbene Badlands in Gansu, China, gebildet aus Schichten von rotem Sandstein und anderen Mineralien, die über 24 Millionen Jahre abgelagert wurden. Die gestreiften Klippen leuchten bei Morgen- und Abenddämmerung am intensivsten.
📍 Gansu, China
- 45
Eine Schotterstraße, gesäumt von uralten Adansonia-grandidieri-Baobabs, bis zu 30 Meter hoch und 800 Jahre alt. Die Bäume blieben allein zurück, als der umgebende Wald gerodet wurde; bei Sonnenuntergang färbt sich die Straße golden.
📍 Region Menabe, Madagaskar
- 46
Ein UNESCO-gelisteter Fjord in Westnorwegen, 15 km lang mit bis zu 1.400 m hohen Wänden. Wasserfälle – Sieben Schwestern, Freier, Brautschleier – stürzen direkt ins Wasser. Höfe aus der Wikingerzeit klammern sich hoch oben an Felsvorsprünge.
📍 Møre og Romsdal, Norwegen
- 47
Das fotogenste Sandmeer der größten heißen Wüste der Welt – Dünen bis zu 150 m nahe Merzouga in Marokko. Eine Kameltour zu einem Wüstencamp, gefolgt von Stille und einem Himmel mit 10.000 Sternen, ist verwandelnd.
📍 Provinz Errachidia, Marokko
- 48
Ein Dschungelfluss in Sabah, malaysisches Borneo, wo Orang-Utans, Nasenaffen, Zwergelefanten, Leistenkrokodile und Nashornvögel routinemäßig auf einer einzigen Bootsfahrt gesichtet werden.
📍 Sabah, Malaysia
- 49
Ein von Gletschern geformtes Tal zwischen drei Gletschern – Eyjafjallajökull, Tindfjallajökull und Mýrdalsjökull –, nur mit Allradfahrzeug oder Hochlandbus erreichbar. Der Fimmvörðuháls-Pfad führt hier am Lavafeld des Ausbruchs von 2010 vorbei.
📍 Südisland, Island
- 50
Der einzige Ort der Erde, an dem Komodowarane – die größten Eidechsen der Welt, bis zu 3 Meter und 70 kg – wild leben. Der Pink Beach auf Komodo ist einer von nur sieben Stränden mit rosa Sand weltweit.
📍 Ost-Nusa-Tenggara, Indonesien
- 51
Der höchstgelegene schiffbare See der Welt (3.812 m), der sich über Peru und Bolivien erstreckt. Das Volk der Uros lebt hier seit Jahrhunderten auf künstlichen Totora-Schilfinseln; der See ist in der andinen Kosmologie heilig.
📍 Region Puno, Peru
- 52
Ein abgelegener Regenwald auf der Osa-Halbinsel in Costa Rica mit der höchsten Artenvielfalt pro Flächeneinheit aller Orte der Erde. Tapire, Hellrote Aras, Jaguare und alle vier Affenarten Costa Ricas leben hier.
📍 Osa-Halbinsel, Costa Rica
- 53
Afrikas höchster Gipfel (5.895 m) ist ein frei stehendes Vulkanmassiv, das ohne technische Kletterausrüstung bis zum Gipfel erwandert werden kann. Die Durchquerung vom tropischen Wald über Moorland und Gletscher bis zum Kraterrand ist mit keinem anderen Berg vergleichbar.
📍 Region Kilimandscharo, Tansania
- 54
Das „Meer der Sterne“ auf Vaadhoo, Malediven, wo Noctiluca-scintillans-Dinoflagellaten die brechenden Wellen in dunklen Nächten von Juni bis Oktober elektrisch blau leuchten lassen. Kilometerweit kein künstliches Licht.
📍 Raa-Atoll, Malediven
- 55
Heimat der höchsten Bäume der Erde – Küstenmammutbäume, die über 115 Meter wachsen. Ein Spaziergang durch die farnbewachsenen Wände des Fern Canyon oder zwischen Jahrtausende alten Urwaldbäumen erzeugt ein tief ursprüngliches Gefühl.
📍 Nordkalifornien, Vereinigte Staaten
- 56
Das am niedrigsten gelegene Land der Welt – kein Punkt liegt höher als 2,4 Meter über dem Meeresspiegel. Korallenatolle mit Überwasserbungalows, Mantarochen-Putzstationen und Walhai-Futterplätzen sind per Wasserflugzeug erreichbar.
📍 Malé-Atoll, Malediven
- 57
Ein 27 km langer Abschnitt der ältesten Hawaii-Insel, an dem geriffelte 1.200 Meter hohe Meeresklippen direkt in den Pazifik abfallen, durchschnitten von Hängetälern voller Wasserfälle. Nur per Kajak, Boot oder einen anstrengenden 18 km langen Pfad erreichbar.
📍 Hawaii, Vereinigte Staaten
- 58
Eine 500 km lange Wüstenküste in Namibia, wo der kalte Benguelastrom auf die Namib-Wüste trifft – er erzeugt dauerhaften Nebel und lässt Wale und Schiffe stranden, deren gebleichte Knochen am Strand bleiben. Braune Hyänen und Wüstenlöwen streifen hier umher.
📍 Region Kunene, Namibia
- 59
Die 83 km lange Li-Fluss-Kreuzfahrt zwischen Guilin und Yangshuo führt an einer ununterbrochenen Galerie von Karstgipfeln vorbei, die sich im stillen Wasser spiegeln – die Landschaft auf Chinas 20-Yuan-Schein. Bambusflöße und Kormoranfischer vervollständigen die Szene.
📍 Guangxi, China
- 60
Der berechenbarste Geysir der Welt, der durchschnittlich alle 90 Minuten auf Höhen von 32–56 Metern ausbricht. Yellowstone liegt auf dem größten aktiven Supervulkan der Welt – seine Caldera ist 55 km breit.
📍 Wyoming, Vereinigte Staaten
- 61
Madagaskars größter Nationalpark und Heimat von über 50 % der Lemurenarten Madagaskars, 10 Tenrek-Arten und dem Parson-Chamäleon – der größten Chamäleonart der Welt. Fast vollständig unberührt.
📍 Region SAVA, Madagaskar
- 62
Ein Gletschersee im Südosten Islands, gefüllt mit blauweißen Eisbergen, die vom Gletscher Breiðamerkurjökull kalben. Die Eisberge treiben zum Diamond Beach, wo sie als glitzernde Blöcke auf schwarzem Vulkansand angespült werden.
📍 Ostisland, Island
- 63
Einer der tiefsten Canyons der Welt (3.270 m – doppelt so tief wie der Grand Canyon) im Süden Perus. Der Aussichtspunkt Cruz del Cóndor zieht jeden Morgen zuverlässig Andenkondore an, die aus nächster Nähe auf Thermik gleiten.
📍 Region Arequipa, Peru
- 64
Europas größter Gletscher nach Volumen, der 8 % Islands bedeckt. Die Eishöhlen, die sich jeden Winter unter dem Gletscher bilden, werden von blauem Licht erleuchtet, das durch Jahrtausende komprimierten Eises gefiltert wird – von November bis März zugänglich.
📍 Südostisland, Island
- 65
Das U-förmige Herzstück der Iguazú-Fälle, wo 14 einzelne Katarakte in einem 82 Meter hohen Hufeisen-Absturz zusammenlaufen. Auf dem Steg darüber zu stehen, umgeben von Gischt, Donner und Seglern, die in den Fall tauchen, ist körperlich überwältigend.
📍 Provinz Misiones, Argentinien
- 66
Ein ruhender Vulkan auf Maui, der bis 3.055 m aufragt; sein Krater ist 11 km breit und 800 m tief. Den Sonnenaufgang vom Gipfel aus – über den Wolken – beschrieb Mark Twain als „das erhabenste Schauspiel, das ich je erlebt habe“.
📍 Maui, Hawaii, Vereinigte Staaten
- 67
Der älteste kontinuierlich überlebende tropische Regenwald der Welt (135 Millionen Jahre), der am Cape Tribulation auf das Great Barrier Reef trifft. Er beherbergt 30 % der Frosch-, Reptilien- und Beuteltierarten Australiens, darunter Kasuare.
📍 Queensland, Australien
- 68
Das artenreichste Schutzgebiet der Erde, im peruanischen Amazonasbecken – über 1.000 Vogelarten und 200 Säugetierarten, darunter Riesenotter, Jaguare, Tapire und 13 Primatenarten. Der Zugang ist streng kontrolliert.
📍 Region Madre de Dios, Peru
- 69
Eine Küste aus Gezeitengletschern, die direkt in den Nordpazifik kalben, mit Stellerschen Seelöwen, Orcas, Papageitauchern, Buckelwalen und Dallschweinswalen, die auf Bootstouren häufig zu sehen sind. Das Ausmaß ist atemberaubend.
📍 Alaska, Vereinigte Staaten
- 70
Kugelförmige graue Felsbrocken mit bis zu 2 Metern Durchmesser, die aus erodierenden Klippen herausragen und an einem neuseeländischen Strand liegen – vor über 60 Millionen Jahren durch mineralische Konkretion um einen Kern entstanden, dann durch Erosion freigelegt.
📍 Otago, Neuseeland
- 71
Aserbaidschan besitzt mehr als ein Drittel der 700 Schlammvulkane der Welt – Eruptionen von Gas, Wasser und Schlamm bei niedriger Temperatur, die eine graue Mondlandschaft hinterlassen. Das Gobustan-Plateau birgt außerdem 6.000 Jahre alte Felszeichnungen.
📍 Gobustan, Aserbaidschan
- 72
Über 1.700 perfekt kegelförmige, grasbedeckte Kalksteinhügel erstrecken sich über 50 km der Insel Bohol auf den Philippinen. In der Trockenzeit färben sie sich schokoladenbraun – genau passend zu ihrem Namen.
📍 Bohol, Philippinen
- 73
Tausende Kalksteinsäulen ragen aus der gelben Wüste in Westaustralien, einige bis zu 5 Meter hoch. Entstanden aus alten Küstendünen, die der Kalk um Muschelschalen verfestigte – die Fossilien einer verschwundenen Küstenlinie.
📍 Westaustralien, Australien
- 74
Einer der heißesten, tiefsten und geologisch aktivsten Orte der Erde – das Afar-Dreieck in Äthiopien. Blubbernde Schwefelquellen, Lavaseen und gelbe Mineralterrassen lassen es wie einen anderen Planeten wirken.
📍 Afar-Region, Äthiopien
- 75
Eine grüne Almwiese auf 3.300 m in Pakistan mit direktem Blick auf den Nanga Parbat (8.126 m) – den neunthöchsten Berg der Welt und wegen seiner Todesrate unter Bergsteigern den „Killer Mountain“. Jeeppiste, dann ein steiler 3-stündiger Aufstieg.
📍 Gilgit-Baltistan, Pakistan
- 76
Ein System aus sechs Schluchten in Chihuahua, das im Gesamtvolumen größer und tiefer ist als der Grand Canyon. Das Volk der Tarahumara (Rarámuri) lebt noch immer in den Canyonwänden; die Chepe-Eisenbahn führt am Rand entlang.
📍 Chihuahua, Mexiko
- 77
Ein dramatisches Plateau in Äthiopien, zu spektakulären Steilhängen und zackigen Gipfeln erodiert. Heimat des Dschelada-Affen (nirgendwo sonst zu finden), des Äthiopischen Wolfs und des Walia-Steinbocks – alle endemisch.
📍 Region Amhara, Äthiopien
- 78
Ein 8,2 km langer unterirdischer Fluss im Puerto-Princesa-Nationalpark des unterirdischen Flusses auf Palawan – der längste schiffbare unterirdische Fluss der Welt, der durch kathedralenartige Höhlen direkt ins Südchinesische Meer fließt.
📍 Palawan, Philippinen
- 79
Ein Fluss in der Serranía de la Macarena in Kolumbien, der von September bis November gleichzeitig rot, gelb, blau, grün und schwarz fließt – dank der endemischen Wasserpflanze Macarenia clavígera. Oft als schönster Fluss der Erde bezeichnet.
📍 Departamento Meta, Kolumbien
- 80
Ein gemäßigter Gletscher an Neuseelands Westküste, der von alpinen Schneefeldern durch Regenwald fast bis auf Meereshöhe herabreicht – eine außergewöhnliche Gegenüberstellung. Der Gletscherrückzug seit 1865 ist eindrucksvoll mit Pfählen markiert.
📍 Region West Coast, Neuseeland
- 81
Ein 604 Meter hoher Felsen mit flachem Plateau, der senkrecht über dem Lysefjord in Norwegen aufragt. Die 4-stündige Wanderung vom Ausgangspunkt mündet plötzlich auf dem Vorsprung – eine natürliche Plattform ohne Geländer, 604 Meter Abgrund und eine Aussicht, die die Zeit anhält.
📍 Rogaland, Norwegen
- 82
Eine halbtrockene Wüste im kolumbianischen Departamento Huila, in zwei Zonen geteilt – rote Ocker-Badlands und graue Kakteenwüste – mit einem der klarsten Nachthimmel Südamerikas. Hier betreibt man ein Freiluft-Observatorium.
📍 Departamento Huila, Kolumbien
- 83
Kenias größter Nationalpark, in dem Elefanten sich im roten eisenoxidhaltigen Vulkanstaub wälzen, bis sie völlig rot aussehen. Weite offene Ebenen mit einer Wildtierdichte, die aus der Zeit vor der Kommerzialisierung der Safari in Kenia stammt.
📍 Küstenprovinz, Kenia
- 84
Costa Ricas aktivster Vulkan, der sich mit perfektem Kegelprofil 1.670 m aus dem Tieflandregenwald erhebt. Die Arenal Observatory Lodge bietet den weltweit besten dauerhaften Blick auf einen aktiven Schichtvulkan von einem einzigen Punkt.
📍 Provinz Alajuela, Costa Rica
- 85
Ein hochgelegenes Himalaya-Tal in Indien, das von Juli bis September von über 300 Wildblumenarten überflutet wird. Auf 3.600 m, von Gletschern umringt, war es außerhalb Indiens unbekannt, bis der Botaniker Frank Smythe 1931 darauf stieß.
📍 Uttarakhand, Indien
- 86
Marokkos Arganbäume (Argania spinosa) wachsen nur in der Region Souss-Massa und sonst nirgendwo auf der Erde. Ziegen klettern bekanntlich auf die dornigen Bäume, um die Früchte zu fressen – ein Anblick, den Reisende seit dem 16. Jahrhundert festhalten.
📍 Souss-Massa, Marokko
- 87
Das einzige subtropische Feuchtgebiet Nordamerikas – ein langsam fließender „Fluss aus Gras“, 160 km breit. Heimat des Mississippi-Alligators, des Spitzkrokodils, des Florida-Panthers, des Karibik-Manatis und von über 300 Vogelarten.
📍 Florida, Vereinigte Staaten
- 88
Eine große Ara-Lehmlecke im peruanischen Amazonas, an der sich jeden Morgen Hunderte Hellrote Aras, Gelbbrustaras und Dunkelrote Aras versammeln, um mineralreichen Lehm zu fressen – eine der spektakulärsten Wildtieransammlungen der Welt.
📍 Madre de Dios, Peru
- 89
Ein 49 m hoher Felsturm, der sich aus einem Felsabbruch auf der Halbinsel Trotternish auf Skye erhebt, mit Blick auf Lochs und die schottische Küste. Fairy Pools, Quiraing und der Leuchtturm von Neist Point sind auf derselben Insel ebenso dramatisch.
📍 Schottisches Hochland, Vereinigtes Königreich
- 90
Ein 3.405 m hohes Granitmassiv an der Grenze zwischen Argentinien und Chile, mit einer so scharfen Spitze, dass sie ihre eigenen Wettersysteme erzeugt. Die Wanderung zur Laguna de los Tres am Fuß der Türme gehört zu den schönsten Tageswanderungen Südamerikas.
📍 Provinz Santa Cruz, Argentinien
- 91
Ein Tafelberg mit flachem Gipfel (2.810 m) an der Grenze zwischen Venezuela, Brasilien und Guyana, mit einem Gipfelplateau voller fleischfressender Pflanzen und nirgendwo sonst vorkommender Arten. Der einwöchige Aufstieg ist eines der großen Abenteuer Südamerikas.
📍 Bundesstaat Bolívar, Venezuela
- 92
Das größte zusammenhängende System aus Sand- und Schlickwatt der Welt, das sich von den Niederlanden bis Dänemark erstreckt. Bei Ebbe wird es zu einem begehbaren Meeresboden – geführte „Wattwanderungen“ queren zu Fuß zu den Inseln.
📍 Friesische Inseln, Niederlande
- 93
Eine Sandsteinschlucht in Queensland, Australien, mit 200 Meter hohen weißen Wänden, geschmückt mit der umfangreichsten Sammlung aboriginaler Felskunst im Osten Australiens – Schablonen, Gravuren und Malereien, bis zu 3.500 Jahre alt.
📍 Queensland, Australien
- 94
Ein horizontaler Felsvorsprung, der 700 Meter über dem See Ringedalsvatnet in Norwegen ragt. Die 28 km lange Hin-und-zurück-Wanderung (10–12 Stunden) macht ihn zu einem der anspruchsvollsten beliebten Aussichtspunkte Europas – und die Belohnung ist absolut.
📍 Hordaland, Norwegen
- 95
Der „Doomsday Vault“ lagert über 1,3 Millionen Saatgutsorten aus praktisch jedem Land, gebaut in den Permafrost auf 130 m über dem Meeresspiegel. Die umgebende arktische Wildnis macht den Besuch surreal und tiefgründig.
📍 Svalbard, Norwegen
- 96
Kaliforniens größter State Park explodiert nach den Winterregen in einen Teppich aus goldenen, violetten und weißen Wildblumen – ein Superbloom, der aus dem All sichtbar ist. Ocotillo, Sandverbene, Dünen-Nachtkerze und Mohn bedecken den Wüstenboden.
📍 Kalifornien, Vereinigte Staaten
- 97
Ein ätzender Sodasee im Tansanischen Großen Afrikanischen Grabenbruch, in dem die Temperatur 60 °C erreicht und der pH-Wert sich 10,5 nähert. Der einzige Brutplatz für Ostafrikas 2,5 Millionen Zwergflamingos – ihre Eier schlüpfen im tödlichen Wasser.
📍 Region Arusha, Tansania
- 98
Neuseelands aktivster Meeresvulkan – eine dauerhafte Vulkaninsel 48 km vor der Küste, per Boot oder Hubschrauber erreichbar. Die Säurekonzentration des Kratersees ist stark genug, um Metall aufzulösen; die Fumarolen, Gaswolken und Schwefelablagerungen sind außergewöhnlich.
📍 Bay of Plenty, Neuseeland
- 99
Der genaue Punkt, an dem Venezuela, Brasilien und Guyana auf einem Tafelberg aus uraltem präkambrischem Sandstein zusammentreffen. Das Gipfelökosystem, seit Millionen von Jahren isoliert, enthält Hunderte Arten, die nirgendwo sonst auf der Erde vorkommen.
📍 Gran Sabana, Venezuela
- 100
Die größte zusammenhängende Sandwüste der Welt, die 650.000 km² in Saudi-Arabien, den VAE, Oman und dem Jemen bedeckt. Die Dünen ragen bis zu 250 Meter auf; das Innere ist nahezu völlig frei von Leben, Wasser und Straßen – reine geologische Zeit.
📍 Arabische Halbinsel, Saudi-Arabien
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